„Zum Thema Leistungen der Pflegekasse empfehlen wir ein offenes Beratungsgespräch.“

Rechtsgrundlagen Pflegeversicherung bei Pflegedienst Leistungen

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung (Sozialgesetzbuch XI) wurden geschaffen, um im Falle von Pflegebedürftigkeit eine Versorgung der pflegebedürftigen Person sicherzustellen. Grundsätzlichen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben alle versicherten Personen. 

Tatsächlichen Anspruch haben jedoch nur jene Versicherte, die bei einer Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) eine Pflegestufe zugewiesen bekommen haben. Die Leistungen  werden in Geld-, Sach- oder Kombinationsleistungen gewährt.

Pflegegeldleistung erhalten die Pflegebedürftigen, die von Angehörigen / Verwandten, also einer privaten Pflegeperson betreut werden und diese durch Ihre Betreuung den Pflege- und Hauswirtschaftsaufwand sicherstellen.

Zur Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege, der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden sind Pflegegeldempfänger zu Beratungsgesprächen verpflichtet. Die Häufigkeit richtet sich dabei nach der zuerkannten Pflegestufe. Bei den Pflegestufen I und II müssen die Beratungen halbjährlich, bei der Pflegestufe III vierteljährlich durchgeführt werden. Die Kosten für die Beratungsbesuche werden durch die Pflegekassen getragen. Als Berater kommen hierbei zugelassene Pflegeeinrichtungen und Mitarbeiter der Pflegekasse zum Einsatz.

Pflegesachleistung wird jenen Pflegebedürftigen gewährt, die die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung erbringen lassen.

Bei Kombinationsleistungen werden die Grundpflegeleistungen und die Hauswirtschaftsleistungen sowohl durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung als auch durch private Pflegepersonen erbracht. In diesem Fall wird der Anteil an der Gesamtleistung errechnet, den jede Partei erbringt und kommt in diesem Verhältnis zur Auszahlung.

Bei der Vergütung steht in Abhängigkeit von der Pflegestufe den Pflegebedürftigen ein monatliches Budget zur Verfügung, das zur Erbringung der Grundpflegeleistungen und der hauswirtschaftlichen Leistungen zur Verfügung steht. Ferner werden die Vergütungen nach Pflegeeinrichtung und privater Pflegeperson unterschieden.

Einen Sonderfall stellt die Verhinderungspflege / Urlaubspflege dar. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist. In einem solchen Fall übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens zwölf Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall 1.432 Euro im Kalenderjahr nicht überschreiten.

Doch bevor Ihnen der Kopf vor lauter Paragraphen und Möglichkeiten raucht, rufen Sie uns einfach unter (0341) 4 41 11 05 an. In einem kostenfreien Beratungsgespräch klären wir alle Fragen und Probleme und suchen gemeinsam den für Sie besten Weg.

Familiengeführt und qualifiziert. Seit 1995 in Leipzig.